Wie wird man Menschen los, mit denen man keinen Kontakt mehr haben will?

Vielleicht sollte ich das erst einmal genauer schildern:

Es geht um einen Exfreund, der höchstwahrscheinlich das hier sogar liest. Drei Monate waren wir zusammen, dann beendete ich die Beziehung und fühlte mich danach erleichtert, da er mir die Luft abschnürte mit seiner Klammerei, seinem negativen Denken und seinen Launen. Er selbst sieht sich als armer Märtyrer – er hat doch alles getan…

Eigentlich müsste man ja jetzt davon ausgehen, dass er so eine gnadenlos undankbare Frau wie mich nie mehr sehen, sprechen oder lesen will. Das ist leider nicht der Fall. Ein halbes Jahr war es massiv: Anrufe auf dem Festnetz und dem Handy, SMS, E-Mails, vor der Tür stand er (ein Hoch auf die Gegensprechanlage)… Sogar bei meiner Mutter tauchte er auf, angeblich um etwas zurückzugeben, der Hauptgrund dürfte aber vielmehr der gewesen sein, dass er sie dazu bewegen wollte, nochmals mit mir zu reden. Hallo? Ich bin erwachsen und das schon eine Weile.

Im März 2017 beendete ich die Beziehung. Da er mit all seinen Bemühungen nicht weiter kam und ich weder auf seine Mails antwortete oder seine Anrufe entgegennahm, meint er nun, er müsse die Kommentarfunktion meiner Homepage missbrauchen.

Was macht man mit so einem Menschen?
Ich dachte ja, ihn so gut es geht zu ignorieren, wenn es so nicht aufhört, würde ihm irgendwann den Spaß nehmen, aber da irre ich mich wohl. Oder habe ich einfach nur ein besonders hartnäckiges, ignorantes Exemplar erwischt?

Und wenn du das liest, dann kannst du dich über diese Aufmerksamkeit freuen, die du mit deiner Nerverei leider ergaunert hast. Dies wird aber das allerletzte und einzige Mal gewesen sein, dass du sie hier bekommst.
Lass mich einfach in Ruhe und kümmere dich um (d)ein eigenes Leben! Nach zwei Jahren wird es ja wohl wirklich mal Zeit, oder?

Unizeugs und Rauchentzug…

Nur noch den Hospitationsbericht fertig schreiben, dann ist das Semester wirklich „beendet“… Gar nicht so einfach, wenn der Kopf voll mit anderen Plänen ist und man das wissenschaftliche Schreiben absolut nicht ausstehen kann. Mir gefällt es besser (und fällt es leichter), Romane und Geschichten zu verfassen. Auch Blogartikel, die vermutlich ohnehin kaum jemand freiwillig liest.

Da es mit einem halben Burnout dank Arbeit/Studium/Urlaub vermeiden/fleißiger Selbstausbeutung als Selbstständige/1000 andere Sachen an sich hängen haben noch nicht Herausforderung genug ist, habe ich obendrein am Donnerstagnachmittag um etwa 15 Uhr meine letzte Zigarette gequalmt. Seitdem habe ich festgestellt, dass

  1. dampfen kein ordentlicher Ersatz für selbstgedrehte Kippen ist
  2. viel zu viele Gewohnheiten bei mir mit dem Rauchen verknüpft sind, z. B. Nachdenkpausen beim Schreiben (jedes Mal gucke ich total irritiert und suche erst einmal meinen Tabak)
  3. sich 26 Jahre Training nicht einfach so ausblenden lassen
  4. Essen kein Rauchersatz ist
  5. meine Konzentration gerade wirklich nur für sehr kleine Zeiteinheiten reicht (vor allem, wenn ich sitzen sollte)
  6. mein Teppich im Wohnzimmer für sein Alter erstaunlich widerstandsfähig ist, denn bei jedem anderen müssten sich da mittlerweile Trampelpfade durch kahle Stellen gebildet haben, so wie ich meine Runden drehe vor lauter Zappeligkeit – tanzen ist übrigens auch effektiver als essen, rumhüpfen könnte allerdings auf Dauer zu Stress mit den Nachbarn, die unter mir wohnen, führen
  7. ich ganz dringend einen Schreibtisch will, an dem ich stehen kann, besser noch mit Rollen – hey, ein Tisch und ein Laufband davor würde bestimmt auch gehen
  8. ich sogar auf Besucher ansteckend wirke, die plötzlich mit mir ihre Runden durch Wohnzimmer und Küche drehen, obwohl sie noch nie Raucher waren… (Danke, Johannes, dass du mich gestern freiwillig besucht und ertragen hast! 😉 )
  9. ich mich selbst perfekt in den Wahnsinn treiben kann
  10. Uniarbeiten wirklich, wirklich nervtötend sind (wenn ich reinschreibe „verfasst unter Zigarettenentzug“ müsste es eigentlich Bonuspunkte geben, oder?)
  11. Kaffee in Verbindung mit dem Dampfen seltsam schmeckt, Tabak harmonierte besser
  12. meine Wohnung dringend gestrichen werden müsste
  13. ich das Dreckswetter gerade gar nicht mag, sonst würde ich vermutlich gerade meinen Balkon auf den Kopf stellen
  14. ich froh über das Wetter sein kann und auch darüber, dass ich keine Farbe etc. im Moment da habe, denn sonst würde ich den Hospitationsbericht garantiert nicht schreiben!

Aber es geht noch einen Grad härter: Gerade haben meine Tage begonnen. Vielleicht sollte ich jetzt besser überall Warnschilder aufstellen.

Alte Fotos und Erinnerungen

Nach und nach scanne ich alte Fotos ein, die bei mir herumfliegen, sortiere dabei aus und erstelle Fotobücher. Zum einen werde ich die wohl eher ansehen als irgendwelche herumfliegenden oder halb aus den Alben fallenden Bilder, zum anderen will ich auch ganz schlicht und einfach mehr Ordnung.  Natürlich kommen dabei auch Erinnerungen hoch.

Es ist seltsam, wie oft die Fotos eine Geschichte erzählen, die aus glücklichen Momenten bestehen oder zumindest diese abbilden. Aber wenn ich dann darüber nachdenke, wann sie entstanden sind, entlarve ich die Bilder schnell als Lügner. Während meiner Ausbildungszeit zur Fotografin war ich meist ganz und gar nicht glücklich – das Geld war mehr als knapp, meist begrüßte mich der Kühlschrank mit gähnender Leere (eine gute Weile hatte ich sogar den Stecker gezogen, denn wofür Strom verbrauchen, wenn eh nichts drin ist?), im ersten Ausbildungsbetrieb, der pleite ging, wurde ich ausgenutzt und erhielt am Ende nicht mal mehr meinen Lohn als Lehrling, in meinem zweiten Ausbildungsbetrieb war ich sehr unglücklich, die Berufsschule hasste ich… Als ich dann nicht mal mehr ein Auto hatte, was ich mir vorher eigentlich schon nicht leisten konnte, kam der Bahnärger hinzu, durch den ich dann auch noch zu spät kam/ nicht weg konnte usw.

Von all dem erzählen die Fotos nichts. Im Gegenteil: Sie wirken so, als ob es immer alles supertoll gewesen wäre.
Einige Erinnerungen sind aber auch sehr witzig: Wenn wir in meinem alten Ford Escort (Bj. 1983) saßen, der gerade mal um die 45 PS hatte, es bergauf ging und wir „Hauruck!“ im Inneren brüllten und uns bewegten, als ob wir ihn anschubsen wollten, damit er den Berg schaffte. Oder wieder mal Gothics durch das Armaturenbrett halb geblendet wurden, weil mein Bruder, dem der Escort zuerst gehörte, es knallgelb eingefärbt hatte. 🙂

   

Ich musste mir nie merken, wo mein Auto steht – oft fand ich es schnell, weil eine Horde Kinder es umzingelte und durch die Scheiben ins Innere schauten oder Menschen mit irritiertem Gesichtsausdruck mir entgegenkamen. Außerdem saß kein Auto so aus und die meisten waren sowieso viel „jünger“. 😀
Nett war es ebenfalls, dass ich nicht mehr am Ortsausgang überholt wurde (haha, dabei hatte mein Suzuki Alto davor fast genauso viel PS und zog viel besser) und anfangs ständig Parklücken fand, in die mein Suzuki reingepasst hätte, der Escort jedoch nicht. Bei der Anzahl der Gänge musste ich mich nicht umgewöhnen, er hatte ebenfalls nur vier, was dazu führte, dass ich Jahre später nach noch weiteren zwei Autos mit vier Gängen erst einmal brauchte, um überhaupt daran zu denken, dass es sogar welche mit mehr Gängen gibt.

Und? Wie sieht es bei dir aus? Sind deine Fotos auch kleine Lügner und erzählen von wahnsinnig tollen Zeiten? 😉

An Dreistigkeit kaum zu Überbieten!

Wow, die Spammer werden immer unverschämter. Heute öffnete ich mein Mail-Postfach und wunderte mich, welche meiner E-Mails zurückgekommen sein sollte, denn ich hatte keine versendet. Und dann das von meiner Mailadresse an mich:

„You may not know me and you are probably wondering why you are getting this e mail, right?
I’m a hacker who cracked your devices a few months ago. I sent you an email from YOUR hacked account.
I setup a malware on the adult vids (porno) web-site and guess what, you visited this site to have fun (you know what I mean). While you were watching videos, your internet browser started out functioning as a RDP (Remote Control) having a keylogger which gave me accessibility to your screen and web cam. after that, my software program obtained all of your contacts and files.
You entered a passwords on the websites you visited, and I intercepted it. Of course you can will change it, or already changed it. But it doesn’t matter, my malware updated it every time.
What did I do? I created a double-screen video. 1st part shows the video you were watching (you’ve got a good taste haha . . .), and 2nd part shows the recording of your web cam.
Do not try to find and destroy my virus! (All your data is already uploaded to a remote server) – Do not try to contact with me – Various security services will not help you; formatting a disk or destroying a device will not help either, since your data is already on a remote server.
I guarantee you that I will not disturb you again after payment, as you are not my single victim. This is a hacker code of honor. Don’t be mad at me, everyone has their own work. exactly what should you do?
Well, in my opinion, $1000 (USD) is a fair price for our little secret. You’ll make the payment by Bitcoin (if you do not know this, search „how to buy bitcoin“ in Google). My Bitcoin wallet Address: 1AyRZviUxoBaCU1pJM5m7C1V2LdhPYiRcB (It is cAsE sensitive, so copy and paste it)
Important: You have 48 hour in order to make the payment. (I’ve a facebook pixel in this mail, and at this moment I know that you have read through this email message). To track the reading of a message and the actions in it, I use the facebook pixel. Thanks to them. (Everything that is used for the authorities can help us.)
If I do not get the BitCoins, I will certainly send out your video recording to all of your contacts including relatives, coworkers, and so on. Having said that, if I receive the payment, I’ll destroy the video immidiately. If you need evidence, reply with „Yes!“ and I will certainly send out your video recording to your 6 contacts. It is a non-negotiable offer, that being said don’t waste my personal time and yours by responding to this message.
Filing a complaint somewhere does not make sense because this email cannot be tracked like my bitcoin address. I do not make any mistakes. If I find that you have shared this message with someone else, the video will be immediately distributed. Bye!“

*Ironie an* Sehr witzig… *Ironie aus*

Viel Vergnügen beim Versuch, ein Video von meiner nicht vorhandenen Webcam veröffentlichen zu wollen.
Diese Erpressung ist also gründlich schief gelaufen. Und da es sich genau darum, eine fiese Erpressungsmasche, die wie Spam höchstwahrscheinlich an zig Mailadressen versendet wurde, handelt, habe ich Anzeige erstattet. Auch wenn es vermutlich nichts bringen wird. Ein weiterer Schritt ist die Veröffentlichung hier, um vielleicht den einen oder anderen vor der Panik zu bewahren, dass da auch nur irgendetwas dran sein könnte, und diese hinterhältigen Kriminelle am Ende noch Erfolg haben, weil einige aus Angst Geld überweisen.

Nichts da! Euch Erpressern soll kein Geld winken, sondern so ein lahmes Internet, dass ein 56k-Modem ein Düsenjet dagegen ist, und Rechner, die abstürzen, sobald Ihr auch nur ansatzweise Spam/Erpressermails versenden wollt!

Neujahrsfotos

Da habe ich mir selbst eine üble Aufgabe für 2019 gestellt.

Im Tanzkostüm geht es noch, da gehört es zum „Job“, aber sobald ich das Kostüm nicht trage, bin ich fotoscheu. Bei künstlerischen Projekten finde ich es auch ok, aber da geht/ging es ja nicht wirklich um mich, teils hat man mich nicht mal erkannt…

 

 

Irgendwo hatte ich mal eine Zahl gelesen, wie viele Selfies der durchschnittliche Smartphone-Nutzer besitzt. Es waren weit über hundert. Die Anzahl habe ich nicht mehr im Kopf – viele auf jeden Fall.
Wow, da falle ich wirklich raus mit meiner stattlichen Menge von einem.

 

Zwar bin ich nicht der Überzeugung, dass ich zig Bilder von mir haben muss (Wofür auch, ich sehe mich doch schon alleine jeden Morgen im Spiegel?), aber es ist blöd, wenn man nicht mal ein aktuelles Foto hat, um zum Beispiel die Autorenseite bei Amazon ansprechender zu gestalten. Nun gut, Vorsatz: Wenigstens etwas meine Fotoscheu überwinden und mich mindestens einmal im Monat der Kamera stellen. Selfies mit dem Smartphone finde ich fürchterlich, da bevorzuge ich eine ordentliche Kamera auf einem Stativ mit Selbstauslöser.

 


Um den Vorsatz auch in die Tat umzusetzen, habe ich gestern Nacht noch soweit alles aufgebaut. – Den Hintergrund wollte ich eh testen, Ergebnis: Ich mag ihn nicht, zu unruhig. *g* – Gleich heute Morgen habe ich mich an die Umsetzung gemacht.
Warum dann glatt im Schlafanzug mit einer Tasse Kaffee in der Hand? Ganz einfach: Ich kenne mich. Anders fallen mir wieder tausend Gründe ein, weswegen das jetzt nicht geht und warum nicht morgen…

 


Wahrscheinlich würde ich allen Ernstes erst eine Modenschau oder sonstigen Unsinn veranstalten, nur um keine Fotos zu machen, und irgendwann abends dann dieses Vorhaben ersatzlos streichen. 😉
Lustig, meine anderen Schlafanzüge sind blau. Dieser hier hebt sich wenigstens vom Hintergrund ab. War zwar nicht beabsichtigt, aber gut so. Und es war ok, es gibt schlimmeres. (Ich bezweifele trotzdem, dass das ein neues Hobby von mir wird.)

 

Seid Ihr gut ins neue Jahr gerutscht?
Ich wünsche Euch ein Jahr mit vielen schönen Momenten, dass Ihr immer wieder etwas zum Lachen findet und ganz viel Gesundheit!

 

Morgen beginnt das Julfest

Winter, Jul, von mir aus auch Weihnachten… Eigentlich ist das doch die richtige Zeit, um einfach mal innezuhalten. Stattdessen hetzten die meisten von einem Termin zum nächsten, rasen los, um die letzten Geschenke zu kaufen und und und. „Besinnliches Fest?“ Fehlanzeige! Was ist da denn schief gelaufen?

Im Grunde übertragen wir unsere Rennerei, die wir das ganze Jahr über schon zelebrieren, in noch schnellerer Form auf den Rest des Jahres. Doch haltet mal wirklich wenigstens kurz inne und fragt Euch selbst, was es Euch bringt. Macht es Euch glücklicher? Gesünder? Wollt Ihr das noch Jahre so weitermachen?

Allgemein fragte ich mich das schon ohnehin, doch nachdem mir wieder einmal sehr klar gezeigt wurde, wie zerbrechlich unser Leben oder unsere Gesundheit ist, wie schnell sich alles ändern kann, frage ich mich ernsthaft, was der ganze Blödsinn soll.
Wofür hetzen, wenn doch gar kein wildes Tier hinter einem her ist, das einen fressen will?
Wofür tausend Dinge am besten gleichzeitig erledigen, wenn die meisten Aufgaben im Grunde nicht wichtig sind und die Welt garantiert nicht untergeht, wenn etwas mal liegen bleibt?
Wofür sich Gedanken machen, was irgendwer meint und denkt, wenn diese Person nicht mal zum engsten Kreis gehört und es wirklich egal ist, ob diese Person einen überhaupt leiden kann.
Wenn du mit etwas absolut unglücklich bist, wieso tust du dir das an?
Wieso an etwas festhalten, das schmerzt?

Vielleicht sollten wir davon mal wenigstens kurz weg und uns lieber fragen, was wir denn wollen, wie wir den Rest unseres Lebens verbringen wollen, was uns wichtig ist. Und auch einfach mal nur im Augenblick leben, einen Tee riechen und genießen, die Augen schließen und die Wärme spüren… Dann haben wir immerhin kurz eine „besinnliche“ Zeit.

Ich wünsche allen eine schöne Julzeit und einen guten Start ins neue Jahr!

Früher war alles besser – echt jetzt?

All dieses Gejammere in Richtung „früher war alles besser“ kann ich wirklich nicht mehr hören. Erzählten uns das nicht schon unsere Großeltern, die damit seltsamerweise die Zeit des Dritten Reiches, den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach meinten, als alles in Trümmern lag und die Nahrungsmittel knapp waren?

Nun höre ich es ständig von etwa Gleichaltrigen und etwas Älteren, kann es jedoch nicht nachvollziehen, wo denn bitteschön „alles“ besser war. Vieles war anders, ja. Aber alles besser???  Manches war besser, manches auch absolut nicht.
Heute wird ein Riesenaufstand veranstaltet, wenn mal etwas an der Wasserleitung gemacht wird oder ein Stromausfall ist. Ich kann mich erinnern, dass das als Kind öfter der Fall war. Meine Mama daran, dass es davor sogar noch öfter war. Und davor gab es oft nicht mal einen Anschluss… Das TV-Programm war besser? Echt jetzt? Also in den 1990ern gab es eine Talkshow-Schwemme, was war daran besser? Die Arbeitslosigkeit war geringer? Teilweise auch nicht, da müssten wir schon zurück in die 1960er.
Ach so, heute gibt es plötzlich so viele Krieg und Konflikte, Terrorismus und und und. Davor etwa nicht? Nur zur Erinnerung: Wir in Europa (und nicht mal ganz Europa!) können uns glücklich schätzen, dass wir seit 1945 keine offenen Kriege mehr hatten. Aber erinnert sich einer noch daran, dass wir einen kalten Krieg hatten? Wir haben es besonnenen Menschen wie Stanislaw Petrow zu verdanken, dass wir heute überhaupt „früher war alles besser“ jammern können. Ohne solche Menschen gäbe es uns ganz schlicht und einfach nicht! Ich bin aufgewachsen mit Zeichentrickfilmen wie „Wenn der Wind weht“ oder Romanen wie Gudrun Pausewangs „Die letzten Kinder von Schewenborn“. Ja, klar, war ja alles besser… Das Attentat auf dem Münchener Oktoberfest sowie weitere Anschläge gab es auch nicht. Genauso wenig wie es vor Ankunft der Flüchtlinge Vergewaltigungen, Gewalt etc. gab. Und, hach, früher gab es nie Selbstmorde! Und die heutige Jugend… Jaja, darüber haben schon unsere Eltern und Großeltern geklagt bis zurück zu den Römern.

Wacht auf!!!

Wir Menschen neigen dazu, uns an Gutes schnell zu gewöhnen und es als selbstverständlich anzusehen. Wir neigen dazu, wenn keine großen Katastrophen kommen, schon Kleinigkeiten zum Drama zu erheben, weil wir scheinbar unser Glück selbst nicht glauben können. Weil wir den Hals nie voll kriegen, immer mehr wollen wie kleine Junkies. Wehe, einer hat mehr, dann sind wir der festen Überzeugung, dass alle mehr haben und wir hinterherhinken. Sogar bei Krankheiten versuchen sich einige gegenseitig zu übertrumpfen, wenn das mal nicht wirklich krank ist! Wir verklären die Vergangenheit, weil wir Veränderungen von Natur aus ablehnen, und vergessen, dass eben nicht alles gut war. Nur halt anders.

Das einzige wirkliche Problem, das wir verwöhnten Europäer haben, ist unsere Blindheit gegenüber den wahren Problemen wie die Zerstörung unserer Erde durch unser „mehr, mehr, mehr“ (nein, das sind eben nicht nur „die da oben“ und die „bösen Firmen“ – WIR kaufen den Kram und beschweren uns, dass wir das alles nicht geschenkt bekommen, wollen also noch mehr an Überfluss und Luxus zu immer geringeren Preisen), unsere Rücksichtslosigkeit, die wir selbst gar nicht bemerken, und unser selbst fabrizierter Stress, weil wir schon den Kindern vorleben, dass wir permanent für jeden Furz erreichbar sein und uns wichtig tun müssen statt uns digitale Auszeiten zu nehmen und einfach nur mal miteinander reden, spielen, Zeit verbringen.
Wir haben ständig Angst, zu kurz zu kommen und etwas zu verpassen, dabei verpassen wir die schönen Momente des Lebens.

Heute schon mal eines der letzten bunten Blätter angesehen? Nein? Dann sperre deine Augen auf!

Endlich, endlich, endlich…

…ist die Druckversion verfügbar.

Zuerst passte mir das Format nicht – ich bevorzuge doch das „deutsche“ gegenüber dem typisch US-amerikanischen bei einem Taschenbuch. Also alles umformatiert. Dann Schwierigkeiten mit der Covervorlage, deren Maße nicht stimmten. Dementsprechend nach dem xten Nachbessern und wieder eine Mail bekommen, dass da irgendwas nicht stimme (trotz Vorschau), erwischte mich eine gnadenlos heftige Bocklosigkeit, die aber nun erfolgreich auskuriert ist.

SEIT HEUTE ist das Buch auch als Druckversion erhältlich. Jawohl! 🙂

Probedruck ist bestellt

Ja, bald gibt es das Büchlein auch als Druckausgabe. Da es etwa DIN A5 groß ist (also ein etwas größeres Format als meistens die Taschenbücher in Deutschland haben, für die USA ein „normales“ Format) sind es 109 Seiten. Allerdings zählen dazu auch die Titelseite, das Inhaltsverzeichnis, die Danksagung  und das Urhebergedöns.

Bevor die Druckausgabe erhältlich ist, will ich mir den Probedruck ansehen, bevor ich am Ende noch Leute mit einem fehlerhaften Druck verärgere.

Wow, habe echt nicht damit gerechnet, dass ich irgendwann ein Buch veröffentliche. Irgendwie bin ich gespalten: Einerseits bin ich stolz, das endlich (!) mal umgesetzt zu haben, andererseits befürchte ich, dass es keinen interessiert oder der Kurzroman total verrissen wird. Verrückt? Ich weiß nicht. Vielleicht geht das jedem Schriftsteller so.

Einige Fehler werde ich beim nächsten Buch auf jeden Fall nicht wiederholen: Zeit für Feedback und Korrekturen unterschätzen, Zeit für das Bearbeiten der Druckvorlage unterschätzen usw. Vor allem kenne ich jetzt einige Macken vom Writer wie die, die mich zum Verzweifeln brachte – beim Speichern und neu Öffnen wurden etliche Formatierungen zerschossen und ich „durfte“ nochmals alles machen. Beim nächsten Mal weiß ich es, was auch Zeit sparen wird. Aber es ist geschafft!

Gratis-Aktion E-Book

Für alle, die gerne reinlesen wollen, gibt es die Leseprobe auf Amazon. Aber diese Woche ist Schnäppchen-Woche: Ab Dienstag, den 04.09.2018 bis zum Samstag, 08.09.2018 biete ich das E-Book „Katze in der Tasche“ für 0,00 Euro an.

Lesen kann man das Gratis-E-Book auf dem Kindle, dem Smartphone, dem PC… Man muss sich also nicht extra ein Gerät anschaffen.

Wenn Euch das Buch gefällt, freue ich mich natürlich über eine gute Rezension. 😉